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FEELS LIKE:
Monologfestival
Showcase
11/12/13 NOV
2022

FEELS LIKE:

Für das Monologfestival Showcase 2022 steigen an 3 Tagen 6 Monologe in den Ring der Emotionen und erkunden spielerisch die Schnittstellen, an denen wir als Gesellschaft neu zusammenwachsen oder weiter auseinanderklaffen. Wir laden ein, mehrere kurze Monologe an einem Abend zu sehen und zwischen den Vorstellungen in unserer BAR MIT GEFÜHL zu quatschen, tanzen und den Feelings freien Lauf zu lassen Richtung Werden.Könnte.Anders.

Die sehr unterschiedlichen Soloarbeiten wagen es, in der Begegnung Gefühle offen zu zeigen, und lassen die Waffen sinken für den Aufbruch in Gemeinschaft. Mit fantastischem Erzählen, Tanz, Musik, Performance und Humor verhandeln sie Gefühlsfragen, Techniken der Emotionalisierung und persönliche wie gesellschaftliche Sehnsüchte. Mit diesen Wiederaufnahmen des Monologfestival 2021 interessiert uns unter dem Motto FEELS LIKE: das individuelle und politische Potenzial von Gefühlen und ihre reale Wirkkraft in Hinblick auf Veränderung und Handlungsfähigkeit.

Splitter of broken realities in meinem Herzen
Vor digitalen Landschaften re-sampeln Bruno Brandes & Team in ihrem Diskurstheater Alltagsbeobachtungen aus dem virtuellen und analogen Raum. In einem verblüffenden Vexierspiel legen sie Wirklichkeiten übereinander und schürfen Emotionen in den Splitscreens gleichzeitiger Realitäten.
BARBARILLA
Schönheit und Schrecken (lass dir alles geschehen)
Cora Rudy van Dongen treibt in den Welten des Alltagslebens wie Barbarella in ihren extraterrestrischen Extravaganzen. Voller Faszination, Leuchten, und Wut ‒ die immer größer wird, eingesperrt im Monologtunnel. Wird er explodieren wie ein Stern? Oder gerettet werden von einem Engel? Einem Raumschiff? PAS DE PUP MERCI!
A Beginner’s Guide to Worldbuilding
You, Need, Go, Search, Find, Take, Return, CHANGE: Das Solo blickt mit den Mitteln des Tanzes auf Methoden des World- und Character-Building, welche die Planbarkeit von Fantasie behaupten. Was, wenn sie in einer Performance auf das Unvorhersehbare und die Verwundbarkeit des Augenblicks treffen?
EAE ‒ Die Reise von Erlangen über Biarritz auf die Insel des Ersten Allgemeinen Erfahrungsraums
In einer detektivischen Erzählung führen uns Thermoboy FK in einen (noch) unmöglichen gemeinschaftlichen Bewusstseinszustand: Wir folgen einem Programmierer auf seiner Reise zwischen realen Orten und virtuellen Räumen, um an einem alles verändernden Menschheitsprojekt mitzuarbeiten.
Protect & Survive
Inspiriert von Audre Lorde erkundet diese Mixed-Media Performance wer wir warum sind und wie wir sein könnten. Von einer Königin werden wir mitgenommen auf eine Reise – oder ist sie eine Göttin? Eine Hure? Eine Hohepriesterin? Sie ist all das und mehr. Sie erfühlt unsere Geister und offenbart uns ihre mannigfaltigen Identitäten.
FUTURE LOVE
Im Setup einer Konzert-Performance feiern Frauen und Fiktion die Wurzeln einer Future Love. Sie reißen stereotypen Popsongs den Kitsch aus dem Refrain und kreieren Love-Lines jenseits einer Boy-Meets-Girl-Logik und klassischer romantischer Zweierbeziehungen.
Radikale Zärtlichkeit
„Auf Utopien hinzuarbeiten ist meine Art, pragmatisch zu sein“, schließt Şeyda Kurt ihr Buch mit dem richtungsweisenden Titel RADIKALE ZÄRTLICHKEIT. Und diese ist weit mehr als ein körperlicher Akt, vielmehr eine Geisteshaltung, die ich gegenüber der Welt einnehme. Sie ist Grundlage von Solidaritäten und neuen weiter zu erprobenden Verbindungen.
I AM SO GLAD - Kurzkonzert
Etwa 3–11 Songs haben sie uns versprochen und eine Bühne mitten unter euch. Supersituation also, um ein Tanzbein zu schwingen und ordentlich hinzulauschen, nachdem ein paar Millilichtsekunden vorher Barbarilla die Welt gerettet hat, oder doch die Welt sie?
OHNE DICH GEHT DIE WELT NICHT UNTER
Apokalyptischer Kurzfilm. Langgedicht. Manifest. Abrechnung. „Ich habe ewig darauf gewartet, dass sich die Computer erheben und die Macht übernehmen und alles in Ordnung bringen. Meine Geduld mit den Maschinen ist am Ende. Ich habe eure Stimmen gehört, die Gebete erhört, die Welt wird gerettet…“
10
BAR MIT GEFÜHL
Vor, zwischen und nach den Vorstellungen lädt unsere Bar mit Gefühl zum Verweilen ein. Inspiriert von der koreanischen „Gut Kultur“ hat Soojin Oh eigens für FEELS LIKE: eine Installation geschaffen, die das Ritual der Zusammenkunft einer mit ihren Emotionen ringenden Öffentlichkeit ins Zentrum stellt.
©2022
Monologfestival GbR
am TD Berlin,
Klosterstraße 44
MONOLOG
FESTIVAL
11/12/13 NOV
2022
Senatsverwaltung für Kultur und Europa